FUENTEMILANOS 2002

Nachdem wir im vergangenen Jahr zu viert in Spanien zum Segelfliegen waren (siehe Fotoalbum), machte ich mich dieses Mal alleine auf den Weg. Eine Spontanaktion, denn unerwartet ergab sich die Möglichkeit, einen spanischen Discus in Fuentemilanos zu chartern.  Leider war der nur für eine Woche zu haben, aber die Aussicht auf 7 Tage spanischer Sonne waren zu verlockend. Also flugs die Sachen gepackt, mit Iberia nach Madrid gejettet und dann per U-Bahn, Bus und Taxi nach Fuente.
Die ersten drei Tage war das Wetter schwierig. Eigentlich immer sonnig, dafür aber oft mit tiefer Inversion oder so starkem Crosswind, daß sich einmal sogar die Schleppiloten weigerten, zu starten.
Die zweite Hälfte der Woche war dann wesentlich besser, mit Steigwerten von 3 bis 6 Metern und manchmal sogar mehr. Da mussten sich die spanischen Kühe schon kräftig im Boden festbeissen, um nicht mit in die Luft gerissen zu werden.
Nun ein paar Bilder, wer mehr von Fuente sehen will, kann sich ja den Bericht vom letzten Jahr durchsehen.

Wie schon gewohnt, sind die Bilder zur vergrößerten Ansicht anklickbar.

Fuentemilanos. Viel hat sich seit dem letzten Jahr nicht verändert. Es kam lediglich eine neue Halle hinzu, und dieses Jahr werden in der Hauptsaison etwas weniger Flugzeuge kommen.
Das morgendliche Briefing. Rolf erklärt das Wetter. Die ersten Tage mußten wir auf Antonio's "Tomorrow will start a new cycle", und "we will need 25 degrees to broken up se inversion" verzichten, da er gerade frischgebackener Vater war.
Von links nach rechts: Pepe, Rolf und Antonio.
Die "Mike-Sierra", der Discus-B von Pepe. Im Hintergrund der Audi, der im Preis inbegriffen ist und man dank Tow-Bar und dem weiteren Equipment als "Einzelgänger" völlig autark ist.
Eine Wolkenstraße direkt über dem Platz. Eine Basis von 3000 m MSL gehört in Spanien zum Standard.
In der letzten Wochenhälfte dann die besseren Flugtage, wie hier auf dem Weg nach Ayllon.
Die Schweineställe nahe des Platzes gehen immer. Wer übrigens den Geier auf dem Bild findet, darf sich was wünschen.
Wie letztes Jahr zeigten einem die Geier zuverlässig die Thermik...
... wo sie die seltsamen, großen, weißen Vögel für einige Zeit begleiteten.
Lange Strecken delfinieren, ohne einen Kreis. So macht's Spaß.
Bei 150 km/h sollte man die Kamera gut festhalten...
Ab und zu bekommt man bei schwächerer Thermik auch "pyrotechnische" Unterstützung von unten. Hier entfachte ein Blitzschlag einen Waldbrand, der aber von Löschflugzeugen bereits wieder gelöscht war, als ich von Avila zurück kam.
Eine ausgeprägte Lenticularis bildet sich über der Mujer Muerta. An diesem Tag herrschten Windgeschwindigkeiten von 45 km/h in Bodennähe. Oft mußten wir den Plastikstühlen hinterherlaufen, die sich   immer wieder "auf die Reise" machten.
Auf dem Heimflug nach München gab's zum Abschluß noch einen schönen Sonnenuntergang.